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"Die Arbeitswelt ist keine One-Man-Show."Tobias FeuchterProject Consultant

    Tobias Feuchter: Die Arbeitswelt ist keine One-Man-Show

    Tobias Feuchter brachte bereits Erfahrungen aus dem Vertrieb und Controlling mit, als er bei TriFinance als Consultant begann. Im Interview berichtet er über seine ersten Projekte bei TriFinance – und warum das Arbeitsklima dort für ihn so außergewöhnlich ist.

    • Was hast du vor deiner Zeit bei TriFinance gemacht?

      Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann fing ich im kaufmännischen Bereich eines Energieanbieters an und studierte parallel an der FOM Hochschule in Köln. Nach zweieinhalb Jahren ging das Unternehmen in die Insolvenz. Ich wechselte deshalb für ein Jahr nach London, suchte mir dort eine Festanstellung im Vertrieb eines Bekleidungsherstellers und führte mein Studium als Fernstudium weiter. Nach einem Jahr ging ich zurück nach Köln und arbeitete bei einem mittelständischen Dienstleistungsunternehmen erstmalig im Controlling. 

    • Welche Aufgaben hattest du dort?

      In den drei Jahren konnte ich einiges mitnehmen: das praktische Handwerk in Form von Excel-Auswertungen, aber auch Soft Skills wie die Kommunikation mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat oder Verhandlungsgespräche mit Lieferanten. Dazu bekam ich erste Einblicke in die Projektsteuerung und konnte zum Beispiel Projekte in den Bereichen Turnaround-Management oder Due Diligence mitbetreuen. 

    • Welche Eigenschaften helfen bei der Arbeit im Controlling besonders?

      Mir haben mein theoretischen Fachwissen und auch eine gute Portion Do-how weitergeholfen. Über die theoretischen Kenntnisse orientiert man sich auch in Branchen, die einem bislang nicht vertraut waren. Die Diskussionen über Inhalte im Controlling ermöglichen dann einen schnellen Anschluss im Unternehmen. Um die Aufgaben bei den Mandaten zufriedenstellend zu erfüllen, sind allerdings auch ein gewisses Maß an Kommunikationsfreude, Motivation und Kreativität bei der Arbeit mit Excel von großem Vorteil. 

    • Wie sah dein Einstieg bei TriFinance aus?

      Meine Vorgängerin im Dienstleistungsunternehmen klopfte nach drei Jahren bei mir an und erkundigte sich, ob ich nicht am Consulting interessiert sei. Über die Empfehlung kam ich über ein Telefoninterview und ein Erstgespräch bis zum Zweitgespräch, wo ich einen Business Case vorstellte. Während der ersten Tage bot das Unternehmen diverse interne und externe Schulungen an, um mich schnell ins Team zu integrieren und eine einheitliche Kommunikation nach außen zu gewährleisten. Nach etwa zwei Wochen kam ein Kollege aus dem Vertrieb auf mich zu und teilte mir mit, dass am folgenden Tag meine erste Destination in Hamburg sein könnte. So kam es dann auch. 

    • Welche Projekte hast du bei TriFinance betreut?

      Mein erstes Projekt in Hamburg war bei einem Windenergieanlagenhersteller. Ich wurde Mitte Oktober zur Einführung des Zero-Based Budget für das Folgejahr eingestellt. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit habe ich hier direkt ein einheitliches Excel-Template für etwa 100 Fachabteilungen erstellt und es an die jeweiligen Fachcontroller verteilt. In Absprache mit den jeweiligen Direktoren habe ich auch das Controlling einzelner Fachbereiche wie Human Resources, Legal oder Finance geplant. Schließlich habe ich noch eine Präsentationsvorlage für den Vorstand erstellt, das Budget konsolidiert und es verabschiedet.

      Direkt anschließend ging ich zum Folgeprojekt bei einem Telekommunikationsunternehmen in Köln. In den ersten zwei Monaten vereinheitlichte ich dort die unterschiedlichen Instrumente für die jeweiligen Fachcontroller. Anschließend betreute ich sechs Monate interimistisch die Abteilung Consumer-Breitband und berechnete unter anderem einen Business Case für den Aufbau einer Zweitmarke. Danach wurde mein Projekt für weitere sechs Monate zur operativen Betreuung des Bereichs Customer Operations, vor allem Service Center und technischer Service, verlängert. Dort koordinierte ich unter anderem das Budget für das Folgejahr.

    • Was waren deine größten Herausforderungen?

      Vor dem ersten Projekt war ich schon nervös, da ich nicht genau einschätzen konnte, was genau auf mich zukommen würde. Ich hatte zwar viel Erfahrung in der konzeptionellen Entwicklung und operativen Ausführung, allerdings war ich zuvor nur in klein- oder mittelständigen Unternehmen tätig gewesen. Die Kommunikationskultur in großen Unternehmen und Konzernen hatte ich unterschätzt. Vor allem musste ich lernen, dass man nicht alle Aufgaben alleine lösen kann. 

    • Wie hast du dir das nötige Know-how für deine Projekte angeeignet?

      Zu TriFinance brachte ich bereits Erfahrungen aus einer Ausbildung bei einem Automobilhersteller und drei verschiedenen Jobs im Ausland, in der Energiebranche und bei dem Dienstleistungsunternehmen mit. Inhaltlich war ich also schon breit aufgestellt, vom Prozess- und Projektmanagement über Accounting bis hin zu meinem Schwerpunkt im Controlling mit einem besonderen Interesse an der IT. Und ich hatte das Studium an der FOM absolviert. In meinen bisherigen Jobs – hauptsächlich im Mittelstand – hatte ich auch das Glück, bereits früh Verantwortung übertragen zu bekommen. Das hat mir geholfen, eine gewisse Souveränität zu entwickeln. 

    • Wie würdest du die Unternehmenskultur und das Arbeitsklima bei TriFinance beschreiben?

      Mit einem Wort: außergewöhnlich! Jeder ist mit jedem per Du, es darf auch von unten nach oben konstruktiv kritisiert werden und jedem Project Consultant wird ein persönlicher Mentor zur Seite gestellt. Anders als in vielen anderen Beratungshäusern wird auch das Thema Work-Life Balance bei TriFinance großgeschrieben. Ich hatte zum Beispiel kaum 50 Stunden-Wochen und das war auch so von TriFinance gewünscht. Nicht selbstverständlich fand ich auch, dass ich meinen Mentor vor meinem Wechsel zu einem Mandanten um Rat bitten konnte. Er hat auch sehr offen mit mir über den Wechsel gesprochen. 

    • Welche Erfahrungen nimmst du aus deiner Zeit bei TriFinance mit?

      Bei mir fehlte es vor allem an Erfahrung in Großunternehmen und Konzernen. Das konnte ich bei TriFinance erlangen. Dadurch habe ich gelernt, wie man sich in ein Unternehmen so einbringt, dass man etwas bewirken kann und nicht in der Masse untergeht, aber auch das Know-how der Kollegen oder Mandanten optimal nutzt. Insbesondere habe ich erfahren, dass die Arbeitswelt keine One-Man-Show ist – gerade als Berater nicht.

      Ich war noch nie bei schlechten Arbeitgebern angestellt. Von TriFinance habe ich aber vor allem mitgenommen, dass bei der Arbeit in einem Team mit großartigen Kollegen, mit Kommunikation auf Augenhöhe und mit Spaß an und neben der Arbeit alles ein wenig leichter fällt.